Donnerstag, 11. Januar 2018

Das NetzDG trennt Journalismus von der Journaille


Was ist der Unterschied zwischen seriösen Journalisten und der Journaille?

In den letzten Tagen war es recht deutlich zu sehen, daß wir Menschen doch ganz offensichtlich zu den "Rudelviechern" gehören.
Twitter, Facebook & Co. nutzen Ihre Chance, um ein, für sie unliebsames und  kostenträchtiges Gesetz, los zu werden und löschten "werbewirksame" Prominenten-Posts und selbst die seriöse Presse (gerne als Journaille bezeichnet) rannte hinter diese Leckerbissen her und servierte ihre daraus gewonnenen Erkenntnisse als größte Weisheit des Tages.

Da wird das neue NetzDG (Netzdurchsetzungsgesetz) in allen Details wirksam und so manch ein Journalist wandelt sich zur Journaille und rennt wie in einer Hammelhorde (Mainstream-Journalismus) los, um den Urheber dieses "schnöden, die Meinungsfreiheit beerdigenden Gesetzes" soo madig zu machen, damit der dieses Gesetz schleunigst zurück nimmt.
Selbst einer meiner Lieblings-Blogger, Henryk M. Broder, konnte sich da mit seiner Blogger-Mannschaft zeitweilig nicht mehr so recht zurückhalten.
Und die Hamburger Zeitung, Die Zeit folgte ihm auf dem Fuße, ist aber recht schnell wieder zurück gerudert.

Aber Heiko Maas zeigte sich besonnen.
Und so gaaanz laaaangsam kehren einige der Journalisten aus dem Ecke der Journaille zurück zu dem, was sie einmal gelernt hatten:
Gut recherchierte, sachkundige, objektive und faire Berichterstattung.

Zeigt sich Die Freie Welt heute noch etwas bockig und gibt den Grünen, "mit ihrer Sauferei", die Schuld, daß es dieses Gesetz überhaupt gibt, sind von der FAZ doch schon recht mildere Töne zu hören:

Eine bessere Lösung gibt es (noch) nicht

Ich zitiere:
"Je mehr Menschen eine neue Technik nutzen, desto schwieriger ist es, sie zu kontrollieren. Als das Auto zum individuellen Fortbewegungsmittel für die Massen wurde, war das ein ungeheurer Zugewinn an Lebensqualität. Aber es starben jährlich in Deutschland weit über zehntausend Menschen im Straßenverkehr. Durch bessere Sicherheitstechnik und ebenso durch strafbewehrte Eingriffe des Staates in die Freiheit des Einzelnen wie Tempolimits, Anschnallpflicht oder Alkoholverbot sank die Zahl der Toten auf heute etwa 3000. Das ist immer noch zu hoch – aber es wird etwas dagegen getan."
Den vollständigen und nunmehr lesenswerten Text findet ihr  hier in der FAZ . . . 

Ich weiß, wovon ich rede, wenn es um anonym agierende Hetzer geht.
Ich war ein Forenmoderator im ersten Forum der Hansestadt Hamburg; man betitelte uns damals  gern als "Forenhansel".
Das Wort Hateposting gab es zwar damals noch nicht, doch wir kannten alle Nuancen der Hetze, des Mobbings und des Stalkings.
Schon zu Zeiten des ersten Online-Gästebuches der Freien und Hansestadt Hamburg war ich mit dabei. Schon damals wurde der, für die Überwachung zuständige Pressesprecher des Senats, nicht so recht mit der darin stehenden Hetze fertig.
Als dann seinerzeit, nach dem Anschlag auf das World Trade Center, im Online-Gästebuch eine Moslem-Hetze losging und jemand meinte, daß man nicht nur einen Moslem, sondern gleich zwei an einen Galgen hängen sollte, weil das wirtschaftlicher wäre, ist mir der Kragen geplatzt.
Ich rief den Pressesprecher unter seiner privaten Telefonnummer an, aber er meldete sich nicht . . .
Mittels eines kleinen, zugegebener maßen hinterhältigen, Vorwandes hatte ich ihn dann damals mit Hilfe einer Peterwagen-Besatzung so gegen 6 Uhr in der Frühe aus dem Bett holen lassen.
So gegen 9 Uhr hatte ich ihn dann fairerweise angerufen und mich bei ihm in voller Unschuld entschuldigt.
Er hatte meine Entschuldigung (wohl zähneknirschend) angenommen und den betreffenden Post im Online-Gästebuch gelöscht.

Meine damalige Betrachtungen sind noch im Archiv meiner Homepage unter diesem Link zu finden:

http://www.kurt-staudt.de/~archiv/2_HomepageWerkstatt/MoHa/index-MoHa.html
Mobbing in Foren und deren Folgen
Mangelhafte Moderation führt zum Mobbing
und zu Hacker-Angriffen auf den eigenen PC
Also Ruhig Blut, meine lieben Journalisten, kehrt in den Stall zurück,
und zerreißt den Herrn Maas nicht zu Unrecht:
Die Meinungsfreiheit wird uns nicht genommen,
nur "Scheiße schreiben" ist out!

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Siehe auch diesen Post in meinem Blog über Hater:
   

Mittwoch, 10. Januar 2018

NetzDG: Twitter ziert sich und löscht nicht?

   
Meine Erfahrungen mit dem neuen NetzDG:
                                                                                                                                                                    .
Besonders Twitter ist anscheinend sehr bemüht, das neue NetzDG zu ignorieren und berechtigte Beschwerden abzublocken.
Es ist anscheinend das gleiche Verhalten wie bisher . . .

Facebook scheint eher zu kooperieren, aber auch durch unberechtigte Löschungen das Thema aufheizen zu wollen, um das unliebsame und kostenträchtige Gesetz schnell wieder loszuwerden

Bisher habe ich nur 2 berechtigte Tests los gelassen, um Hetz-Postings meines "Freundes" Stuart aus dem Netz entfernen zu lassen.
Das Ergebnis ist zweigeteilt.
Facebook hat den von mir beanstandeten Post, ohne nochmalige und unnötige Rückfrage bei mir, prompt gelöscht.

Twitter ziert sich noch, obwohl ich dort einen gleichwertigen Post (im Vergleich zu dem Post in Sachen Facebook) gemeldet hatte.
Mein Löschantrag wurde abgelehnt und ich habe einen Widerspruch (per email-Reply an Twitter) gegen diese Ablehnung eingelegt und dabei die zur Zeit geltende Frist von 7 Tagen angegeben.
Sollte innerhalb dieser Frist keine Löschung erfolgen oder eine für mich plausible Begründung eingehen, warum nicht gelöscht werden könne, so werde ich halt meine Beschwerde  an die zuständige Stelle beim Bundesjustiz-Ministerium absenden.

Das war die Ablehnung seitens Twitter:
Kein Name, keine Adresse (Post-Anschrift, keine Telefonnummer oder, oder, oder . . .
Da wurde bei Twitter offensichtlich ein Bot eingesetzt, der auch noch nicht einmal korrekt mit Daten gefüttert war.

Das ist die vollständige Antwort von Twitter in Sachen wiki_mobbing:
Hallo,

wir haben deine Beschwerde über den Account wiki_mobbing erhalten.

Wir haben die gemeldeten Inhalte untersucht, jedoch keine Verstöße gegen die Twitter Regeln (https://support.twitter.com/articles/18311) oder geltende Gesetze gefunden. Wir haben daher diesmal keine Maßnahmen ergriffen.

Mit freundlichen Grüßen,

Twitter 
Das Beschwerdeformular vom Bundesamt für Justiz werde ich notfalls am 12. Januar 2018 ausfüllen und absenden.

Das Formular findet ihr hier im Internet:
Beschwerdeformular in Sachen Netzdurchsetzungs-Gesetz

Der direkte Link zum Formular:
https://www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/NetzDG/Service/Formulare/Anzeige/Formular_node.html;jsessionid=4F2F3ECF8F25FE3B56C06E39F6CF45A1.2_cid386

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Mein nächster Testkandidat ist Google mit seinen Blogs und mit Google+
Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen mit Google dürften mit diesem Betreiber keinerlei Probleme auftauchen.

Natürlich habe ich dem unseriösen Betreiber des von mir beanstandeten Google-Blogs eine entsprechende Vorwarnung gegeben, damit er seine geklauten und mit Hetze verfremdeten Texte schon im Vorwege selbst vom Netz nehmen kann.
Wer weiß, vielleicht spekuliert er ja eher auf eine Strafanzeige oder gar Abmahnung?

Übrigens:

Das NetzDG ist wohl nicht so sehr für die obstinate Prominenz gemacht worden, sondern für die vielen anonymen Hetzer, Lügner und beleidigende Faktenvverdreher im Netz, die nur schwer über ihre iP-Adresse zu fassen sind und nur die Gerichtsbarkeit unnötig mit ihrem, teils kriminellem Tun, belasten.
 

Sonntag, 7. Januar 2018

Die Jagd auf das "NetzDG" (Netzwerkdurchsetzungs-Gesetz)


Die Wogen gehen hoch her.
Lautstark wird von den Einen der Verlust der Meinungsfreiheit beklagt
und von den Anderen, den Befürwortern dieses Gesetzes, hört man wenig.
Warum sind die Befürworter so leise?

Wenn ich mir die verschiedenen Streithähne so ein wenig anschaue, dann dämmert mir, wo der Hase im Pfeffer liegt:
Es ist wohl kaum so sehr die Befürchtung, daß uns die Meinungsfreiheit flöten geht, sondern wohl eher, daß da einigen Betuchten viel Geld flöten geht.
Nur, darüber spricht Keiner . . .

Wer hat denn nun den größten Schaden (oder Kosten) und wer den größten Nutzen dieses umstrittenen Gesetzes?
Schau'n wir uns die einzelnen Gruppen einmal etwas genauer an:

Da sind zuerst einmal die Betreiber der Sozialen-Netzwerke wie Facebook, Twitter, YouTube und Google mit seinen recht beliebten Blogger-System. Aber auch Betreiber wie die von Wordpress und Co.
Diese Firmen hatten bisher stolze Gewinne.
Und jetzt stehen diesen Firmen recht hohe Kosten zur Überwachung und Bereinigung der Hinterlassenschaften ihrer Nutzer ins Haus.

Es ist also ein probates Mittel, um sich das nur Kosten verursachende NetzDG von Halse zu schaffen, wenn man absichtlich Postings von Prominenten und namentlich bekannten Personen zu Unrecht löscht. Das schürt den Unmut in der Presse ganz besonders und ist damit recht nützlich.

Die Zweite Gruppe ist bisher noch gar nicht offen in Erscheinung getreten.
Das sind die Rechtsanwälte.
Brauche ich nicht mehr die Gerichte zu bemühen, um berechtigterweise einen Hetz-Post gegen mich aus dem Internet zu tilgen, so brauche ich dazu auch keinen teuren Rechtsanwalt mehr (sofern ich mir diesen vorher überhaupt hätte leisten können).
Wenn ich da so an die, inzwischen fast aus dem Blickfeld verschwundene, Abmahnwelle denke, dann dämmert mir, daß da wohl so einige Rechtsanwälte um ihre Pfründe fürchten.
Also weg mit dem NetzDG, dann verdienen wir Anwälte wieder ordentlich an den Streitereien der User untereinander.

Als dritte Gruppe, befürchte ich, muß ich wohl leider unsere Presse mit ihren Journalisten ansehen.
Hat schon einmal jemand von euch "Das Kirchliche Sonntagsblatt" gelesen?
Nein?
Warum ist die Bild-Zeitung so beliebt ist (nein, das ist nicht nur dem guten Sportteil zu verdanken!) und das vor vielen Jahren einmal versuchsweise gestartetes "Kirchliches Sonntagsblatt" (in ähnlicher Aufmachung wie die "Bild") sang und klanglos in der Versenkung verschwunden ist, das hängt mit unseren menschlichen Eigenschaften zusammen.
Mit anderen Worten:
Skandale und schlechte Nachrichten werden gedruckt und gelesen, aber so Sachen wie die schöne Blumenwiese am Ortsrand von Ehestorf . . . hä? . . . wer schreibt darüber und wer soll das lesen?

Ihr glaub das nicht?
Nun, dann macht einmal die schnelle Probe bei der Tagesschau heute am Abend.
Macht einmal eine Strichliste und macht für jede Gute oder Schlechte Nachricht einen Strich und dann zählt mal am Schluß zusammen.
Nun, wenn der Sportteil im Fernsehen euren Fußballverein als Sieger bringt, dann mag sich bei dieser Strichliste die Waage zugunsten der Guten-Nachrichten verschieben, ansonsten ist das Ergebnis aber eindeutig.

Es erhärtet sich der Verdacht, daß Facebook, Twitter & Co. absichtlich unsinnige Sperrungen von Beiträgen vornehmen, um den Unmut der Nutzer zu schüren um dieses, für sie kostenträchtige Gesetz, schnell wieder los zu werden.
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Und wer sind denn nun die - ach so stillen - Nutznießer dieses neuen Gesetzes mit der Kurzbezeichnung NetzDG?

Nun, in meinen Augen sind es die vielen finanzschwachen und anständigen Nutzer dieser Sozialen-Medien, die sich bisher nicht gegen die Wild-West-Manieren einiger "User mit mangelhafter Sozialkompetenz" wehren konnten, besonders, wenn diese sich hinter anonymen Nicks verschanzten und ihre Hetzkampagne aus dem Hinterhalt führten.
Selbst mit Hilfe eines "internet-fähigen" Rechtsanwaltes war den Schreibern von solchen Werken wie diesem kaum beizukommen.

Der zweite Nutzerkreis, der enorm profitiert, ist unser staatliches System der Rechtspflege.
Die Gerichte sind ohnehin schon überlastet, warum sollen sie sich auch noch mit Sachen beschäftigen, die bei uns im Dorf auch von einem Schiedsmann beäugt und entschieden werden können?
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Ich halte es für einen geschickten Schachzug unseres Justizministeriums, daß dort versucht wird, die Gerichte mit Hilfe des neuen NetzDG zu entlasten und die Arbeit und Kosten auf die letztendlich von dieser Wild-West-Misere enorm profitierenden Netzwerkbetreiber abzuwälzen.

Übrigens, das Thema, um das es hier geht ist schon "uralt".
Schon zu Zeiten, als noch der Pressesprecher des Senates der Freien und Hansestadt Hamburg, verantwortlich für das im Internet stehende Gästebuch des Senates war, gab es oft einen heftigen Streit um die rechtliche Auslegung des Begriffes Zensur und Meinungsfreiheit.
Da hat auch schon einmal ein sich unerkannt wähnender anonymer Schreiberling seinen PC verloren, weil er meinte, daß er in eine Stube pinkeln könne . . .

Meine Meinung:
Laßt das neue NetzDG erst einmal eine Weile wirken und dann schau'n wir weiter.
Denn die "Prominenz", die sich zur Zeit aufs schärftes beklagt, wird ja in ihrer Meinungsfreiheit nicht all-zusehr eingeengt. Da verbleiben ja noch genügend Kanäle zur Publikation in den verschiedensten Medien . . .

Siehe auch bei Dunja Hayali in Facebook:
Den vollständigen Text findet ihr mit einem Klick hier bei Facebook


In meinem eigenen Blog findet ihr auch so einige Stalking-Geschichten:
 Mein Haus-Stalker

Den besten Kommentar zum Thema NetzDG habe ich heute am frühen Morgen
beim Tagesspiegel.de (vom 9. Januar 2018 um 6:21 Uhr) gelesen:

Meinungsfreiheit gibt es auch ohne Twitter und Facebook

Die Kritik an Heiko Maas' Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist überzogen.
Statt zu jammern sollten die vermeintlich Zensierten vor Gericht ziehen.
Ein Kommentar von JOST MÜLLER-NEUHOF
  .

Freitag, 1. Dezember 2017

Das Hetz- und Lügennetz eines Haters

Meine neue Seite ist ab dem 1. Dezember 2017 online.


Das Hetz- und Lügennetz eines "Haters"
unter dem vermeintlichem Schutz der
Anonymität im Internet.

 Alles, was das Böse braucht, um zu triumphieren,
 sind genügend gute Menschen,
 die nichts unternehmen.

   Edmund Burke (1729 - 1797) 

Es heißt Meinungsfreiheit und nicht Scheiße-schreiben-Freiheit



Samstag, 18. November 2017

Neues von der Front des NetzDG

Brief an Stuart Styron - Ein Erster Versuch

Während die Einen ihre Meinungsfreiheit gefährdet sehen, wehren sich Andere gegen Hater und Stalker auf ihre Art und Weise, bis das neue Gesetz endlich ein wenig Ordnung in das Internet-Geschehen hinein bringt und die Gerichte ein wenig entlastet.

Zur Erinnerung:
  

In meinem, von einem Hater ergatterten Blog, habe ich den Versuch unternommen, doch noch mit so einem Hater, Stalker und vermutlichen Soziopathen den Kontakt aufzunehmen.
Per Einschreiben mit Rückschein habe ich es auch gerade vergeblich versucht . . . also komme ich ihm entgegen und trete im Netz mit ihm in Kontakt:


Eine ausführliche Dokumentation über diesen "Ausnahme"-Stalker und Hater findet ihr in der Wikipedia. Immerhin hat er es in der Wikipedia auf den sogenannten "Global-Ban" gebracht, eine weltweite Sperrung in der Wikipedia von bisher nur knapp 30 Menschen.

Die Dokumentation in der Wikipedia findet ihr hier unter diesem Link:

Mittwoch, 20. September 2017

Wahl 2017, Broder und die AfD


Man muß Henryk M.Broder nicht mögen und auch die AfD nicht.
(Nein, der Link führt nicht zu einer der AfD-Seiten sondern auf die Seite der Wikipedia!) 
Doch der gestern auf seinem Blog "Achgut.com" erschienene Gast-Artikel Artikel
von Ulli Kulke hat mich recht nachdenklich gemacht:

Die heimliche Frage: Wieviele wählen AfD wider Willen?

Schaut euch auch einmal die Alternative zum Wahl-o-Mat an.
Bei "Deinwal" werden nicht die oft haltlosen Versprechungen der Parteien für die Zukunft mit deinen Vorstellungen verglichen, sondern es wird zurückgeblickt auf das bisherige Abstimmverhalten der Parteien im Bundestag (Taten statt Wort-Hülsen!):

https://deinwal.de/home

Meinen ausführlichen Kommentar zum Thema Wahl-o-Mat kontra DeinWal findet ihr auch in meinem alternativen Politik-Blog unter dem Titel

Der umstrittene Wahl-O-Mat-2017
oder
Und täglich grüßt die Lobby der Politiker . . .
 

Montag, 21. August 2017

Cyclassics-2018 Straßensperrung B73 ab Neugraben

   
- Vorsorge für das Jahr 2018 -     

Ich weiß, wer gestern in die Falle der Cyclasics-Straßensperrungen geraten ist, für den sind die nachfolgenden Hinweise kein Trost mehr. Auch die großen Hinweisschilder an der B73 mit der lausigen Umleitungsempfehlung zur A7, waren ja auch nicht gerade das Gelbe vom Ei!
Ich habe mir das Leid der bei uns vor der Haustür gestrandeten Autofahrer gestern etwas genauer angeschaut und baue schon einmal für das kommende Jahr (2018) ein wenig vor.

Eine Bitte habe ich dabei noch:
Wer Verbesserungsvorschläge zu den nachfolgenden Hinweisen hat, der möge diese doch bitte hier im Anschluß als Kommentar posten!

Wer aus dem Raum Stade-Buxtehude kommt, der sollte sich überlegen ob nicht doch der Umweg über die B3 in Richtung Rade und von dort aus über die A1 sinnvoll ist.
Wer aber aus Neu Wulmstorf oder Neugraben kommend den Fehler gemacht hat und versucht, über die B73 die Autobahn A7 und eine der Anschlußstellen wie Heimfeld, Moorburg, Marmstorf oder Waltershof/Finkenwerder zu erreichen, der läuft spätestens in Höhe Neuwiedenthal an der Cuxhavener Straße Ecke Rehrstieg in die Falle.
Hier werdet ihr erbarmungslos von der Hauptstraße in ein Wohngebiet abgeleitet! Und die einzig sinnvolle Strecke einer Umleitung zur A7 in Richtung Waltershof/Finkenwerder ist hier nirgends ausgeschildert!

Wer ein neueres Navi hat, der sollte schon zu Hause, bei der Abfahrt, zunächst die Firma Airbus in Finkenwerder anpeilen und dann erst kurz vor Airbus, so ab der Straße "Am Rosengarten" die Auffahrt "Waltershof" zur A7 programmieren, da man sonst immer wieder zur voll gesperrten "Waltershofer Straße" geleitet wird und dort dann wieder fest steckt.
Ab Finkenwerder ist die Zufahrt zur A7 mit einigen hundert rot-weißen Hütchen abgesteckt und ihr werdet teilweise auch auf Gegenfahrbahnen rüber geleitet.
Fahrt dort langsam und schaut genau hin!

Link zur interaktiven Google-Maps Straßenkarte für die Umleitung zur Autobahn A7 Anschlußstelle Waltershof/Finkenwerder

↓ Zur Vergrößerung der Straßenkarte bitte auf das Bild klicken ↓          
          


Die Wegbeschreibung ab dem Endpunkt auf der B73 in Neuwiedenthal:

Fahrtzeit etwa 38 Min. (29,4 km)
über Francoper Straße und Hohenwischer Straße.

Wegebeschreibung ab Cuxhavener Str. 233, kurz vor der linken Abzweigung Rehrstieg in 21149 Hamburg-Neuwiedenthal

Sie fahren gerade in Fahrtrichtung Harburg auf der Cuxhavener Straße/B73 und ordnen sich auf die linke Fahrspur ein, um links in den Rehrstieg in Neuwiedenthal einzubiegen.

Links abbiegen auf Rehrstieg und ca. 850 m folgen.

Links abbiegen auf Neuwiedenthaler Straße - 800 m

Rechts abbiegen auf Francoper Straße - 2,6 km

Weiter auf Hinterdeich - 850 m

Hinterdeich verläuft nach links und wird zu Hohenwischer Straße - 2,1 km

Auf Hohenwischer Str. nach Westen Richtung Achtern Brack starten - 950 m

Weiter auf Vierzigstücken - 1,3 km

Weiter auf Nincoper Straße - 2,1 km

Rechts abbiegen auf Marschkamper Deich - 900 m

Links abbiegen auf Neuenfelder Fährdeich - 600 m

Rechts abbiegen auf Neuenfelder Damm - 450 m

Rechts abbiegen auf Neuenfelder Hauptdeich - 600 m

Weiter auf Am Rosengarten - 850 m

Von An der Alten Süderelbe und Finkenwerder Straße in Richtung  A7 fahren - ca. 6,4 km


Es ist NUR die Auffahrt auf die A7 in Richtung Flensburg frei,
ein möglicher Wendepunkt gen Süden ist die nächste Abfahrt "Othmarschen"!

Wer in Richtung Süden (Hannover) fahren möchte, der muß wohl oder übel zunächst den Umweg durch den Elbtunnel gen Norden machen und kann dann ganz bequem an der nächsten Abfahrt "Othmarschen" am Ende des Elbtunnels abfahren und am Ende der Abfahrt nach links abdrehen um dann wieder Auf die A7 gen Süden auf zu fahren.

Ein kleiner Hinweis noch:
In der Zeit zwischen der Durchfahrt der Amateure und der der Profi-Radsportler, so irgendwann zwischen 10 und 11 Uhr, werden an einigen Stellen die Querfahrten über die Rennstrecke ermöglicht.
Die B73 und der Ehestorfer Heuweg bleiben aber voll gesperrt!
Kurzzeitig wird in Sieversen die Durchfahrt zur Rosengarten Straße frei sein und in der Neuwiedenthaler Straße und in Moorburg wird die Zufahrt zur Anschlußstelle Moorburg auf die A7 ermöglicht.

Ein kleiner Hinweis noch von den Planern von Google:
Die Route dient nur zu Planungszwecken. Es ist möglich, dass die Verkehrsverhältnisse aufgrund von Baustellen, Verkehr, Wetter oder anderen Ereignissen von den in der Karte dargestellten Suchergebnissen abweichen. Du solltest daher deine Route entsprechend planen.

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Einen kleinen Hinweis an den jeweiligen Veranstalter dieser Großveranstaltungen möchte ich allerdings auch noch weitergeben:

Es mag ja gut gemeint sein, die Integration unserer Immigranten und ausländischen Gäste zu fördern und diese überwiegend als Ordner an den Kreuzungen und Straßen-Einmündungen einzusetzen. So kommen wir alle miteinander ins Gespräch.
Dieser Versuch ist allerdings an vielen Stellen in die Hose gegangen, denn es ist wenig hilfreich, Ortsfremde Ordner einzusetzen, wenn diese nicht in der Lage sind, den gestrandeten Autofahrern hilfreiche Auskünfte, für z.B. Umleitungen, zu geben!
Und damit meine ich alle Ordner, gleich welcher Hautfarbe, Staatsangehörigkeit, Haar- und Augenfarbe!
Da ist auch ein Ur-Deutscher Ordner mit blauen Augen und blondem Haarschopf, mit Heimatort im Norden Hamburgs, am "Ehestorfer Kreisel" ein wenig hilflos und fehl am Platze, wenn er noch nicht einmal weiß, wo das Museum und unser Wildpark denn nun genau liegen (wir drei haben uns aber dennoch prächtig verstanden 😊)!

Unsere bisher bei den Rennen eingesetzten Mitarbeiter der Freiwilligen- und Berufs-Feuerwehren waren in den letzten Jahren, hier im Süden Hamburgs, jedenfalls die kompetenteren Ordner!
Da bleibt halt ein kleines Geschmäckle nach:
Es sollte wohl ein "billiges" Rennen, mit unterbezahlten Ordnern, werden?
 

Montag, 14. August 2017

Gestern IronMan und kommender Sonntag Cyclassics-2017


oder

Verkehrschaos in und rund um Hamburg
und Ehestorf (IronMan und Cyclassics).

Vorab: Hier sind alle wichtigen Verkehrsinformationen zu finden

Sport ist eine Gute Sache, aber Sport-Großveranstaltungen können manchmal auch recht nervig sein. Besonders für Autofahrer sind unvorhergesehene Straßensperrungen, ohne vernünftige Umleitungsbeschilderung, nervenaufreibend.
Gestern hatten wir hier in Ehestorf den IronMan mit seinen endlosen Karawanen von Autofahrern, für die ein ungewollter Wendepunkt am Ehestorfer Kreisel kam.
Und am kommenden Sonntag werden wir Ehestorfer wieder einmal von den Hamburger Cyclassics regelrecht eingesperrt.

Eine Bitte an die jeweiligen Veranstalter habe ich für künftige Veranstaltungen:
Bitte, bitte, beachtet bei der Planung der Verkehrslenkung doch auch die schon bestehenden Umleitungen, die die ohnehin geplagten Autofahrer nur noch zusätzlich in die Irre führen!
Und bitte, setzt an den neuralgischen Stellen ortskundige Ordner ein, die auch in der Lage sind, sinnvolle Hinweise für eine Weiterfahrt an die irre geleiteten Autofahrer zu geben.

Was war geschehen?
Nun, die Autobahn-Auffahrt Hamburg-Heimfeld ist schon seit ein paar Monaten gesperrt.
Die jeweilige Umleitung auf der B73 (Cuxhavener Straße) verweist mit sehr großen Hinweisschildern in Richtung Norden auf die Anschlußstelle Moorburg der A7 und in Richtung Süden auf die Anschlußstelle Marmstorf.

Und hier beginnt das Unheil:
Die Anschlußstelle Moorburg ist von der B73 aus gut zu erreichen und wäre auch für eine Umleitung gen Süden zur A7 sehr nützlich gewesen. Aber die Organisatoren für die Verkehrslenkung hatten vergessen, den Hinweis auf den Schildern zur Anschlußstelle "Marmstorf" auf "Moorburg" zu ändern oder wenigstens zu überkleben.
Die Folge war, daß die ortsunkundigen Autofahrer prompt von der B73 aus in den Ehestorfer Heuweg einbogen und nur bis zum Ehestorfer Kreisel kamen.
Dort gab es dann einen echten Kreisverkehr im wahrsten Sinne des Wortes:
Alle durften einmal oder auch mehrmals im Kreise fahren und wieder zurück zur B73 zockeln, um dann irgendwie ihr Ziel jenseits der Sperrungen zu finden.
Abgesehen von dem rund 6 Kilometer sinnlosen Umweg war der Zeitverlust für etliche Fernreisende nicht gerade erheiternd.

Die Situation am Ehestorfer Kreisel stellte sich folgendermaßen dar:
Die Ausfahrt aus dem Kreisel in Richtung Marmstorf (B75/A7) war durch eine rot-weiße Barriere abgesperrt.
Aber weit und breit war kein Ordner des Veranstalters zu sehen!
Deshalb fuhren auch einige Autofahrer verkehrswidrig - auf der Spur für die Einfahrt in den Kreisel - hinaus in Richtung Süden zur Anschlußstelle Marmstorf.
Etwa 300 Meter weiter, an der Kreuzung Appelbütteler Straße / Ehestorfer Weg war dann die Vollsperrung für die dort kreuzenden IronMan-Radsportler.
Hier standen mehrere Ordner des Veranstalters.

Ich schaute mir das Spiel der teilweise mehrmaligen Kreisfahrten der Autofahrer an der Endstation Kreisel-Ehestorf eine Weile an und dann erbarmte ich mich und gab einem Autofahrer aus München und einem aus Holland den Hinweis, daß sie via Moorburger Anschlußsstelle zur A7 und letztlich auch zur A1 kommen könnten.
Diese beiden Autofahrer waren die freundlichsten  Autofahrer und bedankten sich für diese Hilfestellung.
Die Mehrzahl der irregeleiteten Autofahrer waren aber sichtlich erbost über diese Irrfahrt und schimpften mächtig auf die Veranstalter der IronMänner.

Als die ankommenden Auto-Kolonnen immer länger wurden, machte ich ein wenig Druck bei den Ordnern an der nächsten Sperre und siehe da, einer der Ordner nahm sich des Problemes am Ehestorfer-Kreisel an und half den geplagten Autofahrern so gut, wie er es als Orts-unkundiger nur eben so konnte.
Ein Nachbar, aus dem am Kreisel angrenzenden Wohngebäude, und ich halfen dabei mit Hinweisen für die Autofahrer.
Erstaunt waren wir dabei aber doch, wie viele eigentlich ortskundige Autofahrer, keine Ahnung von diesen Sperrungen für die IronMänner hatten.

Na, mal sehen, was am kommenden Sonntag (20.08.2017) hier bei den Hamburger-Cyclassics 2017 los sein wird!
Siehe auch meinen Vorab-Post vom April dieses Jahres:

2017-Hamburg-Cyclassics, Streckenführung und Straßen-Sperrungen

Die recht guten interaktiven Streckenkarten mit den ganaueren Uhrzeiten der jeweiligen Sperrunge sind hier bei den Google-Maps zu finden:

http://files.hamburg.ironman.com/cyclassics/maps/map.php
  

Montag, 10. Juli 2017

Besuch der Demos gegen den G20-Gipfel mit Hindernissen


Nein, ich verlasse mich nicht nur auf die Berichterstattung Anderer.
Nur all zu oft sind solche "Reportagen" doch recht weit von der Wirklichkeit entfernt.
Und selbst auf Die Zeit-Online ist heutzutage nicht immer Verlaß.

Also begab ich mich am Freitag, dem 7.07.2017, selbst auf Schusters Rappen auf in Richtung Demo.
Reihte ich mich am vergangenen Sonntag noch, zusammen mit meiner Frau, so richtig auf der Straße in die friedlich verlaufende Demo ein, so sollte dieser Freitag, der 7. Juli 2017 doch recht anders verlaufen - ich war das, was man gemeinhin so als "Öffentlichkeit" bezeichnet, denn die ist ja auch ein Ziel der Demonstranten.

So gegen 16:30 wollte ich eigentlich los ziehen, aber da kam kurz vorher noch ein Computer-Notruf bei mir an; also ging ich erst einmal zur Nachbarschaftshilfe.
Als ich dann endlich mit dem Auto zum Bahnhof Neuwiedenthal fahren konnte, da war es schon 18 Uhr.
Und da kam dann die erste Überraschung:
Mein Wunschparkplatz in einer ruhigen Seitenstraße war für mich unerreichbar. Da stand ein Peterwagen mit Blaulicht quer und blockierte die Einfahrt.
Also mußte ich mir einen anderen ruhigen Parkplatz suchen, bei dem ich nicht um mein kleines Wägelchen fürchten mußte, daß es dort abgefackelt werden könnte.

Um genau 18:27 Uhr löste ich meine Tageskarte und wollte mit der S-Bahn bis zum Dammtor-Bahnhof fahren.
Aber Pustekuchen.
Auf dem Bahnsteig angekommen begrüßte mich eine Lautsprecherdurchsage, daß es da Störungen auf der Strecke gäbe und daß mit Verspätungen zu rechnen sei.
Aber wider Erwarten kam dann doch die S3 nach knapp 5 Minuten.
Na, dachte ich, das wird dann ja wohl doch nicht so schlimm werden.
Aber wieder hatte ich mich zu früh gefreut.
Die S-Bahn fuhr im üblichen Tempo los und wurde dann aber wieder immer langsamer.
In den Tunnel zur Station Heimfeld schlich sie dann nur noch hinein und blieb dann nach ca. 300 Metern ganz stehen.
Es folgte eine gut verständliche Lautsprecherdurchsage im Zug, daß da vor uns das Gleis besetzt wäre.
Nun, besetzt von Menschen oder von einem anderen S-Bahnzug?
Es scheint ein anderer Zug gewesen zu sein, wie wir später dann auch selbst erfahren durften. Denn auf dem Wege nach Wilhelmsburg erhielten wir die freundliche Lautsprecherdurchsage, daß wir uns ab jetzt "von Bahnhof zu Bahnhof  vortasten" würden, weil es da weitere Signalstörungen gäbe und man "auf Sicht fahren" müsse.
Überraschenderweise ging die Weiterfahrt aber doch recht zügig vonstatten.

Als ob mich da eine gewisse Vorahnung für den späteren Abend warnen wollte, entschloß ich mich, doch schon am Hauptbahnhof auszusteigen und nicht bis zum Dammtor-Bahnhof zu fahren.
Auf dem Vorplatz des Bahnhofs (mit Blick auf die Mönckebergstraße und Spitalerstraße) angekommen, wurde ich von einer recht großen Fahrraddemo begrüßt.
Die Radfahrer fuhren immer im Kreis herum auf recht unterschiedlichen Strecken:
Hauptbahnhof - Meßberg - Ballindamm - Hauptbahnhof
Zeitweilig quollen sie aber auch aus der Mönckbergstraße hervor und fuhren dann wieder in Richtung Binnenalster - als ihren Mit-Demonstranten auf der anderen Fahrbahnseite entgegen.

Ich wanderte vom Hauptbahnhof zur alten Lombardsbrücke und an deren Ende dann an der Binnenalster entlang und konnte auch, ungehindert von den dortigen Polizei-Kräften, am Hotel "Vier Jahreszeiten" vorbei spazieren.
Der Jungfernstieg war in blau flackerndes Licht getaucht (obwohl es noch hell war), das von den unzähligen dort geparkter Mannschaftswagen der Polizei stammte.
Daß die Blaulichter trotz längerer Parkzeiten fleißig weiter leuchteten mag wohl als ein Signal an mögliche Hitzköpfe unter den Demonstranten gedacht sein.
Ich empfand dieses blaue Lichtermeer jedenfalls als bedrohlich und die Stimmung aufheizend.

So gegen 21 Uhr macht ich mich dann über die Mönckebergstraße auf in Richtung Hauptbahnhof, um dann noch mit der S-Bahn weiter zum Dammtor-Bahnhof zu fahren - ich hatte ja eine Tageskarte, also warum sollte ich immer nur laufen. So ein gemütlicher Sitzplatz wie in der S-Bahn ist hier draußen ja meilenweit nicht zu finden.
Die Mönckebergstraße wurde gerade von den hunterten Radfahrern befahren, als sich aus der Richtung vom Rathaus her eine Fahrzeugkolonne der Polizei mit Blaulicht und Martinshorn näherte und sich den Weg durch die Masse der Radler zu bahnen versuchte. Aber in Höhe von von C&A blieben sie dann doch jämmerlich stecken und auch ihre Lautsprecher-Durchsagen halfen da nicht so recht.
Die zahlreichen, auf dem Fußweg stationierten, Polizisten griffen zu meiner Verwunderung nicht in diese Blockade ein . . .

Wieder am Hauptbahnhof angekommen, beobachtete ich eine Weile das Geschehen rund um diese Radfahrer-Demo.
So gegen 21:40 Uhr wurde am Hauptbahnhof eine, von der Lombardsbrücke her kommende, Motorrad und Fahrzeugkolonne, von den Radlern für eine kleine Weile recht erfolgreich blockiert. Da half auch nicht deren ohrenbetäubendes Martinshorn Getöse und das die Gegend blau beleuchtende Geflacker auf ihren Fahrzeugen.
Von dem Geschehen habe ich auch ein kurzes Video. Dieses kann ich hier allerdings erst in den Blog einfügen, nachdem ich es ein wenig bearbeitet habe.

Auf dem Bahnsteig im Hauptbahnhof angekommen kam auch schon prompt eine S-Bahn in Richtung Dammtor.
Das war so gegen 22:50 Uhr.
Aber wir kamen nur bis zum anderen Ende der Lombardsbrücke - und dann war's Schluß mit Lustig!
Im Zug kam die erste Lautsprecherdurchsage mit dem Hinweis, daß wir hier wohl eine Weile stehen bleiben würden.
Dann kam eine Durchsage, daß nun auch leider die Lichter im Zug und auch die Lüftungsanlagen abgeschaltet werden müßten, da der Strom am Gleis abgestellt werde.
Und Schwupps, die Lichter gingen aus und es brannte nur noch die Notbeleuchtung.
Nach weiteren Durchsagen kam dann die Meldung, daß die Türen der S-Bahn auf der rechten Seite geöffnet würden, wir doch aber bitte nicht ins Gleisbett herab springen sollten. Tröstlich war dabei der Hinweis, daß die Feuerwehr zur Evakuierung des Zuges angefordert wäre, man aber noch nicht wisse, wann diese kommen würde.
Aber die Fahrgäste ließen sich nicht mehr bremsen und kletterten aus den Waggons und marschierten die rund 400 Meter bis zum Dammtor-Bahnhof.
Mir half ein kräftiger junger Mann, der noch von Altona aus nach Kiel fahren wollte, aus dem Waggon.
Er nahm meinen Pullover und meinen Krückstock und hängte Beides auf das Geländer am Bahndamm. Ich setzt mich auf den Fußboden an der Tür der S-Bahn und er umfaßte mich an der Hüfte und hob mich zu sich herab.
Danke an den mir leider unbekannten Helfer.
Genau um 22:25 Uhr befand ich mich auf dem Bahndamm und auf meinen Marsch zum Bahnhof Dammtor.
Die ganze "Fahrt" vom Hauptbahnhof bis zum Dammtor-Bahnhof dauerte also eine gute halbe Stunde in der Nacht!

Ein kleiner HINWEIS bezüglich der Fotos und Videos in meinen Blogs:
Es handelt sich in der Regel um von mir bearbeitetes Fortomaterial von eigenen Aufnahmen.
Diese unterliegen dem Urheberrechts-Schutz.
Wer also so ein Bildmaterial weiter verwenden möchte, der möge mir diesen Wunsch bitte vorher mitteilen. Meine eMail-Adresse findet ihr in meinem Impressum.


Die Fahrzeug-Kolonne mit den Begleitfahrzeugen der Polizei 
wurde am Hauptbahnhof in Höhe der Mönckebergstraße von der Fahrrad-Demofür kurze Zeit blockiert.


Fußmarsch im Dunkeln am Gleisbett der S-Bahn
in Richtung Dammtor-Bahnhof


Sonntag, 30. April 2017

Mein neuer Google-Blog in Sachen Wikipedia:


Letzte Aktualisierung am 24.06.2017
Der Kampf um die Wikipedia

https://wikimedia-foundation-support-schmitty.blogspot.de/

Neueröffnung des Blogs am 23. April 2017, jetzt unter Wikipedia-freundlicher Feder.
Ob der Vorbesitzer diese Blog-Adresse freiwillig aufgegeben hatte oder nicht, ist mir nicht bekannt.
Wenn mich nicht alles täuscht, dann scheint der Vorbesitzer allerdings zur Zeit zu einem der heftigsten Feinde der Wikipedia zu gehören. Das kann man auch ein wenig an diesem Blog-Titel erkennen, denn der Titel war ursprünglich ein klarer Fake-Titel, um einem der ehrenamtlichen Helfer der Wikipedia zu schaden.

Die Wikipedia hat sicherlich auch Mängel, aber sie ist inzwischen so informativ geworden, daß sie und ihre ehrenamtlichen Helfer (sic!) gegen Vandalismus und Haß-Tiraden geschützt werden sollten.


So langsam finden sich im Netz auch Initiativen gegen die Verrohung im Netz: